PARTIKEL PROBLEM? RESTSCHMUTZANALYTIK RÖNTGEN HOCHAUFLÖSEND 3D-RÖNTGENMIKROSKOPIE WAS, WIEVIEL UND WOHER? EDX-ELEMENTANALYSE SCHNELLTEST SAUBERKEIT VDA-19 PARTIKELSCANNER QUALITÄT GEPRÜFTE AKKREDITIERTE ANALYSEN FASZINIERENDE EINBLICKE RÖNTGEN MIKRO-/NANO-CT RESTSCHMUTZ ANALYSIEREN TECHNISCHE SAUBERKEIT TABLETTEN VERSTEHEN 3D-MIKROTOMOGRAPHIE MATERIAL & STRUKTUR ANALYTIK PRÜFLABOR BEAUFTRAGEN ZERSTÖRUNGSFREI PRÜFUNG PORENANALYSE IN 3D SCHÄDIGEN HARTE PARTIKEL PARTIKELHÄRTE BESTIMMEN SPEKTRALE BILDER RAMAN-MIKROSKOPIE EINBLICK GEFÄLLIG? 3D-TAXONOMIE VIRTUELL

Mikrotomographie ermöglicht Untersuchung von antarktischen Fischen auf der Polarstern-Expedition

Eine besondere Verwendung fand ein Mikro-CT von Bruker auf der Expedition der Polarstern im Winter 2025/2026. Christian Bock und sein Team vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung nahmen ein Mikro-CT mit ins Polarmeer, um die Anatomie antarktischer Organismen, die zu empfindlich für einen Transport sind, vor Ort zu untersuchen. Dass ein derart präzises mechanisches Instrument in der rauen See der Antarktis akkurate Bilddaten liefern kann, war zuvor keinesfalls klar und konnte erst im Verlauf der Expedition gezeigt werden.

Christian Bock auf der Forschungsreise, Eisberg am Horizont

Im ruhigen Wasser der Bremerhavener Anlegestelle haben unsere Techniker das Mikro-CT im November 2025 auf das Forschungsschiff verladen und in Betrieb genommen. Um das Instrument gegen den starken Wellengang während der Fahrt zu sichern, haben wir es mit Spanngurten am Schiffsrumpf fest vertäut.

Bruker Mikro-CT fest vertäut auf der Polarstern

Unter anderem konnte der antarktische Silberfisch, Pleuragramma antarktikum, im Mikro-CT vermessen werden (siehe Abbildung). Dabei handelt es sich um eine an die polaren Bedingungen speziell angepasste Fischart, die nur in der Antarktis vorkommt. Er besitzt keine Schwimmblase, dafür aber einen sehr hohen Fettgehalt und kann bei Wassertemperaturen unter null Grad Celsius überleben. Aufgrund seines hohen Fettgehalts ist er eine wichtige Nahrungsquelle für Robben und Pinguine. Christian Bock sammelte einige Exemplare im Bereich der Weddell-See aus verschiedenen Wassertiefen bis zu 800 Metern. Anschließend wurden die Tiere mittels Mikro-CT gescannt, um die Fettverteilung zu untersuchen. Die folgende Abbildung zeigt ein anschauliches Beispiel dieser Analyse:

Mikro-CT Scan eines antarktischen Silberfischs, Fettgewebe in Rot

Wir sind froh, dass die Messanordnung unter den stürmischen Bedingungen so zuverlässig funktioniert hat und bedanken uns herzlich bei Christian Bock für die Bereitstellung des Bildmaterials und die interessanten Einblicke in seine Arbeit.

SCHLAGWÖRTER