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Sauberkeitsanalyse nach VDA 19.1 & ISO-16232
TEIL 3
Filtration der Restschmutzpartikel

Die in der Extraktionsflüssigkeit gefangene Partikelfracht wird durch eine Vakuumfiltration auf die Membrane präpariert. Für die Wahl des optimalen Filters müssen die chemische Stabilität gegenüber der Flüssigkeit und die Porengröße der Membrane berücksichtigt werden. Es sind geschäumte und gewebte Membranen verfügbar (siehe Abbildung).

Struktur von geschäumtem Filter und Siebgewebe-Membrane (Quelle VDA-19.1).

Die Struktur des geschäumten Filters entspricht der eines Schwamms, wodurch eine hocheffiziente Filtration erreicht wird. Daher sind geschäumte Membranen insbesondere gut geeignet, um die Partikelmasse zu bestimmen. Darüber hinaus sind bei geschäumten Filtern die Porendurchmesser bis in den Submikrometer-Bereich hin verfügbar, wodurch es möglich ist, auch kleinste Partikel sicher zu detektieren.

Andererseits neigen geschäumte Filter dazu, einen dunklen Hintergrund bei der Filtration zu bilden, wenn in der Flüssigkeit ein signifikanter Feinpartikelanteil oder Ruß enthalten ist. In diesem Fall ist eine optische Analyse der Partikel aufgrund mangelhaften Kontrasts häufig nicht möglich. Im VDA-Band 19.1 werden daher gewebte Polyethylene-Membranen (PET) mit einer Porengröße von 5 µm als Standard empfohlen. Gewebte Membranen zeigen nach der Filtration in den seltensten Fällen einen dunklen Hintergrund, weswegen PET-Siebgewebe für eine optische Analyse prädestiniert sind. Darüber hinaus ist das Material chemisch stabil gegenüber den meisten Extraktionsflüssigkeiten. Da Siebgewebe-Filter nicht mit Poren kleiner als 5 µm erhältlich sind, ist die Detektion auf Partikel größer als 25 bis 50 µm begrenzt. Wenn nötig können die beiden Membrane-Arten zu einer Filter-Kaskade kombiniert werden.

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