RESTSCHMUTZANALYSE IM ÜBERBLICK

Prüfung der Technischen Sauberkeit nach VDA-19.1 & ISO-16232
Schritt 1
Extraktion des Restschmutzes

Zu Beginn der Prüfung wird der Restschmutz durch Spülen, Spritzen oder Ultraschall von der Bauteiloberfläche extrahiert und in ein flüssiges Medium (Fluid) überführt. Zur Analyse werden die festen Partikel durch Vakuumfiltration auf eine Membrane präpariert.

Schritt 2
Gravimetrie des Restölgehalts

Durch selektive Verdampfung wird das flüssige Spülmedium von Ölen, Schmiermitteln und anderen Prozesshilfsstoffen abgetrennt, welche anschließend separat ausgewogen werden. Das ermittelte Rückstandsgewicht charakterisiert die Qualität fettfreier Bauteiloberflächen.

Schritt 3
Gravimetrie der Partikelmenge

Die einfachste Möglichkeit, die Schmutzpartikel quantitativ zu bewerten, besteht im Wiegen der Membrane vor und nach der Präparation. Die Differenz der beiden Messergebnisse ist die Partikelmasse. Für einfache Sauberkeitsanforderungen reicht diese Aussage oftmals aus.

Schritt 4
Messung von Partikelzahl und Größe

Durch Analyse der Membrane mittels Scanner oder Lichtmikroskop werden Anzahl und Größe der Partikel bestimmt. Aufgrund der Schnelligkeit eignen sich Scanner nicht nur zur Standardanalyse nach VDA-19.1 & ISO-16232, sondern auch zur Prozesskontrolle der Bauteilsauberkeit.

Schritt 5
Granulometrie mit Materialtypisierung

Das Non-Plus-Ultra ist die Analyse mittels automatischer Raster-Elektronenmikroskopie und Elementanalyse (SEM-EDX). Die Methode liefert neben der Anzahl und Größe auch eine individuelle Typisierung der Materialien und erlaubt dadurch die präzise Herkunftsanalyse der Partikel.

Schritt 6
3D-Partikelvermessung

Bei der Sauberkeitsprüfung geht der Trend zur räumlichen Vermessung der Partikel. Dicke und Volumen der individuellen Partikel sind wichtige Größen, die durch Röntgen-Mikrotomographie bestimmt werden.

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